Gummi

Dichtungstechnik: Präzise Industrie-Dichtungen geben Ihnen Sicherheit

Die sichere Abdichtung von Maschinen und Anlagen stellt eine große Herausforderung dar. Wenn es darum geht, den Austritt von Flüssigkeiten oder Gasen aus Maschinen, Aggregaten und Anlagen zu vermeiden, kommen Dichtungen zum Einsatz. Wir besitzen auf dem Gebiet der industriellen Dichtungstechnik jahrzehntelanges Expertenwissen und gehen flexibel auf Ihren speziellen Anwendungsfall ein.

Produktkatalog Dichtungen

Unsere Dienstleistung: Herstellung von individuellen Dichtungen

Wir bieten Ihnen die schnelle und flexible Herstellung einsatzbereiter Dichtungen für jede Anwendung. Nach Ihren Vorgaben fertigen wir Dichtungen aus Gummi oder Kunststoff, Stanz- und Wasserstrahlteile sowie Fräs- und Drehteile gemäß Zeichnung, Datensatz und Muster an.

Services Dichtungstechnik

  • Die SAHLBERG Entwicklungsabteilung bietet Kundenorientierte Engineering Leistungen:
    Unterstützung bei der Materialauswahl und der anforderungs- und produktionsgerechten Konstruktion und Prüfung der Dichtungselemente
  • Fertigung von Dichtungen für Serie und Ersatzbedarf
  • Eigener Meßraum für Tests bei der Materialauswahl und Qualitätssicherung der Bauteile
  • Individuelle Schulungen und Praxistage
 

SAHLBERG liefert die passende Dichtungslösung für Ihre Entwicklung - für verschiedenste Einsatzzwecke

Gehäusedichtungen

Die Anforderungen an Gehäusedichtungen sind genauso vielfältig wie die Art von zu dichtenden Gehäusen. Jede Dichtsituation ist anders und muss aufgrund der individuellen Gegebenheiten separat betrachtet und beurteilt werden. Um über das passende Dichtungsmaterial zu entscheiden, schaffen sich die Anwendungstechniker von SAHLBERG ein genaues Bild über die jeweiligen Rahmenbedingungen, die Befestigungsmöglichkeiten, die Dichtigkeitsanforderungen, die Schließkräfte und die gewünschte Stückzahl. Erst wenn all diese Fragen beantwortet sind, legen wir fest, welches Dichtungsmaterial für Ihre Anforderung am besten geeignet ist. Dabei kann es sich um Standard-Profildichtungen, selbstklebende TapeTec® moll Schaumbänder oder flüssige Klebstoffe handeln. Wir entwickeln auch Stanz- oder Wasserstrahlteile nach Ihren Konturvorgaben oder produzieren werkzeuggebundene und passgenaue Formteile und Profile, die zu Rahmen konfektioniert oder vulkanisiert werden. Falls es kein passendes Produkt für Ihre Anforderungen gibt, entwerfen unsere Ingenieure und Techniker gemeinsam mit Ihnen ein neues Dichtungselement.

Flanschdichtungen

Ob aus Plattenware gestanzt, geplottet oder wasserstrahlgeschnitten – für Ihre unterschiedlichsten Anforderungen an Druck, Temperatur, Medium und Einbausituation haben wir das passende Material. Unsere Techniker legen mithilfe von rechnergestützten Softwareprogrammen die ideale Plattenqualität für Ihre Dichtparameter aus. Und wenn es mal nicht aus Platte gefertigt sein soll, haben wir unterschiedliche Dichtbänder aus PTFE und anderen Werkstoffen, um Ihr Dichtproblem zu lösen. Flüssige Dichtsysteme aus MS Polymeren, Silikonen etc. runden die Vielfalt an Dichtwerkstoffen ab, um auch wirklich jede flächige Dichtsituation mit dem idealen Dichtmaterial lösen zu können.

Rotationsdichtungen

Wenn es um die Abdichtung von rotierenden und schwenkenden Maschinenelementen wie Wellen und Achsen gegen angespritztes Schmieröl oder um den Schutz vor Überflutung der Dichtstelle geht, werden Radialwellendichtringe eingesetzt. Einsatzbeispiele sind Waschmaschinen, Antriebssysteme, Pumpen, Hydraulikmotoren, Hochgeschwindigkeitsmaschinen und landwirtschaftliche Maschinen. Die ein- bzw. doppelseitig wirkenden Dichtungen halten das Schmiermedium im System und verhindern das Eindringen von Schmutz und Spritzwasser aus der Umgebung. Sie werden dort verbaut, wo die Welle oder Achse aus dem Gehäuse nach außen tritt (z. B. Kurbelwelle zu Getriebe). Wellendichtringe bestehen aus einer Gummimanschette, einem metallischen Versteifungsring und einer ringförmigen Schraubenzugfeder. Die Dichtungen gibt es in den verschiedensten Bauformen und den unterschiedlichsten Elastomer- und Metallkombinationen. Für die Bestimmung der geeigneten Type und des geeigneten Materials für Ihre Anwendung klären unsere Experten mit Ihnen wichtige Fragen in Bezug auf Druck, Temperatur, Geschwindigkeit und anzudichtendes Medium. Denn keine Anwendung gleicht der anderen.

Hydraulikdichtungen

Hydraulikdichtungen, Führungsringe und Abstreifer sind wesentliche Funktionsbestandteile von hydraulischen Zylindern und kommen in vielen Bereichen der Industrie zum Einsatz. SAHLBERG bietet in diesem Bereich ein breites Spektrum von Dichtungslösungen – bestehend aus Produkten der Elastomer-, Thermoplastik-, PTFE und Verbundwerkstofftechnologie – an. Eine falsche Wahl der Type oder des Werkstoffs sowie Fehler beim Einbau können zu erheblichen Schäden am Zylinder oder am Kolben führen. Je besser Hydraulikzylinder sind, desto bessere Ergebnisse liefern auch die mit ihnen ausgerüsteten Maschinen und Anlagen. Je besser wiederum die Dichtungen, Führungen und Abstreifer in den Zylindern sind, desto überzeugender sind die Zylinder hinsichtlich Wirkungsgrad, ruckfreiem Lauf, Lebensdauer und Dichtheit. In Zusammenarbeit mit unserem Partner Trelleborg Sealing Solutions analysieren wir Ihre individuelle Aufgabe und bieten Ihnen die für Ihren Einsatz optimale Dichtung an.

Dichtelemente des Hydraulikzylinders:
  • Stangendichtungen dichten die Austrittsstelle der Stange aus dem Zylindergehäuse ab und verhindern so den Druckabfall im System und den Verlust von Hydraulikflüssigkeit.
  • Kolbendichtungen dichten den Kolben im Zylinder gegen die Zylinderwand ab und trennen dadurch die druckbeaufschlagte und die drucklose Seite. Durch wechselweise Druckbeaufschlagung wird der Kolben entweder ein- oder ausgefahren.
  • Führungsringe führen und zentrieren Kolben und Stange im Hydraulikzylinder, minimieren Querkräfte, verhindern Kontakt von Metall auf Metall und stellen somit die Funktionssicherheit der eigentlichen Dichtelemente sicher.
  • Abstreifer verhindern das Eindringen von Schmutz in das Hydrauliksystem und streifen Späne, Flüssigkeiten und Schmutz von der Kolbenstange ab, bevor diese in den Zylinder einfährt.
Statische Dichtungen

Die meisten statischen Dichtungen sind in ihren Anwendungen fest verbaut und wirken somit im Verborgenen. In einer statischen Dichtungsanwendung gibt es kein Spiel zwischen Dichtungsoberflächen oder zwischen Dichtungsoberfläche und ihrer Passfläche. Allen statischen Dichtsystemen ist gemein, dass die Flächenpressung auf die Dichtung größer als der Systemdruck sein muss, um Leckage zu verhindern. Dieser Druck wird bei Flach- oder Vierkantdichtungen durch entsprechende Verschraubungskräfte erreicht. Anders verhält es sich z. B. bei O-Ringen. Hier wird die Dichtheit durch eine Überlagerung der Dichtungsvorspannung mit dem Systemdruck erzeugt. Tatsächlich ist die am häufigsten verwendete Dichtung in statischen Anwendungen der O-Ring. Entscheidend für die einwandfreie Funktion ist neben der Materialwahl die korrekte Gestaltung der Dichtungsnut. Gleiches gilt auch für andere Dichtsysteme wie X-Ringe, auch bekannt unter dem Markennamen Quad-Ring®, oder Vierkantdichtungen.

Sonderdichtungen für Serie und Ersatzbedarf
Sonderdichtungen für Serie und Ersatzbedarf

Dichtungen aus z. B. PTFE-basiertem Material sind nahezu resistent gegen alle Medien und werden daher besonders bei aggressiven Chemikalien empfohlen. Das umfangreiche Dichtungssortiment mit einer Vielzahl an Produkten und Werkstoffen lässt unsere Fachberater und Anwendungstechniker für nahezu jede Dichtungsaufgabe die passende Lösung finden. Wir stimmen die Konstruktion der Dichtungsumgebung wie Nutausführung, Oberflächen, Spaltmaße ebenso wie die Wahl der richtigen Dichtungsart und des passenden Werkstoffs auf die speziellen Anforderungen ab. Nutzen Sie unsere jahrzehntelange Erfahrung und fordern Sie uns! Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrem speziellen Anwendungsfall.

 
 

FAQ Dichtungstechnik

Was ist die Grundanforderung an ein Dichtsystem:
  • Möglichst wenig Leckage
  • Ausfallsicher und lange Standzeiten
  • Laufflächen dürfen nicht beschädigt werden
  • Gegen Verschmutzung schützen
Welche Aufgabe hat eine Dichtung?

Eine Dichtung hat primär die Aufgabe, zwei verschiedene Räume so zu trennen, dass kein – oder nur ein zulässiger – Stoffaustausch zwischen ihnen stattfinden kann.

Welche Arten von Dichtungen gibt es?

Man teilt grob ein in berührungs- und berührungslose Dichtungen sowie nach Art der Relativbewegung der gegeneinander abzudichtenden Teile in statische (keine Bewegung), translatorische (geradlinige Bewegung) und rotatorische (drehende Bewegung) Dichtungen.

Welche Auswahlkriterien sind zu beachten?
  • Welche Dichtungsart wird benötigt (statische- oder dynamische Dichtung)?
  • Ein sehr wichtiger Punkt ist die richtige Werkstoffauswahl. Hierfür ist von entscheidender Bedeutung:
  • Medium, Druck, Temperatur und Geschwindigkeiten
    • Einhaltung von Normen bzw. Zulassungen, z. B. für die Lebensmittelindustrie
    • Einbausituation
  • Montage der Dichtung
Was sind die gängigsten Elastomer-Typen?
  • NBR: allgemein gute mechanische Eigenschaften bei einer Einsatztemperatur von -30°C bis +100°C. NBR findet hauptsachlich bei Mineralöl und Fetten seine Anwendung.
  • FKM: Gute Medienbeständigkeit. FKM zeichnet sich durch Flammwidrigkeit, geringe Gasdurchlässigkeit, sehr gute Ozon-, Wetter und Alterungsbeständigkeit aus.
    Einsatztemperatur -20°C bis +200°C. Wird ebenfalls bei Mineralölen und Fetten bei höheren Temperaturen eingesetzt.
  • EPDM: gute Hitze-, Ozon- und Alterungsbeständigkeit. Hohe Elastizität, gutes Kälteverhalten sowie gute elektrische Isolierungseigenschaften.
    Einsatztemperatur -45°C bis +150°C bei Peroxid-Vernetzung. Bei Schwefelvernetzung -45°C bis +120°C. EPDM findet häufig Anwendung in Bremsflüssigkeiten und Heißwasser.
  • Silikon: hohe thermische Beständigkeit, guter Widerstand gegen Sauerstoff, Ozon und UV-Strahlung. Je nach Ausführung befindet sich die Einsatztemperatur im Bereich von -60°C bis +200°C.
Was sind häufige Ausfallursachen für Dichtungen?
  • Chemischer Angriff
  • Überhitzung
  • Alterung
  • Montagefehler
  • Falscher Einbauraum
  • Physikalische Überbeanspruchung